Die Welt der Möglichkeiten macht frei!

von Lilian Runge (Kommentare: 0)

Es ist unsere Natur, Dinge zu benennen, ihnen einen Namen zu geben. Und wir brauchen dies sicherlich, um uns hier als Mensch auf der Erde zu orientieren. Jedoch passiert in dem Moment, wo wir etwas benennen folgendes: Wir verlieren unsere Neutralität!
Wir verlieren unsere Neutralität diesem Ding oder Wesen gegenüber, wir legen es fest und vergessen, dass es unbenannt vielleicht noch viele andere Qualitäten hat, die wir aber nicht mehr wahrnehmen.
Ein gutes Beispiel hierfür sind Erfahrungen, die wir als Kind gemacht haben, und die uns bis heute prägen.
Unser Verstand bewertet also aus dem heraus, was er gelernt und abgespeichert hat. Jegliche Neutralität ist verschwunden: Dieses ist gut, jenes ist schlecht. Dies mache ich gut, bei etwas anderem bin ich wie immer nicht gut genug...
Je mehr wir uns auf das verlassen, was wir glauben wie etwas ist - weil wir ja die Erfahrung gemacht haben - und weil wir es verknüpft an unsere Erfahrung benannt haben, desto enger wird unser Leben.
In den meisten Fällen passiert dies völlig unbewusst und wir bemerken es erst, wenn sich beispielsweise körperliche Symptome einstellen, wenn wir beginnen, diffuse oder konkrete Ängste zu bekommen, wir uns gefangen, gelähmt fühlen und vielleicht sogar begonnen haben, bestimmte Vermeidungsstrategien zu leben, die unser Leben immer statischer und einspuriger werden lassen.
Das i-Tüpfelchen ist - und auch das kennen viele - die anschließende Kritik gegen sich selber, also das eigene Abwerten wegen der Kritik. Sozusagen doppelte Selbsterniedrigung.

Was kann uns hier an dieser Stelle helfen und befreien?

Der erste Schritt ist grundlegend: Bewußt und radikal annehmen, wo wir stehen, mit allem, was gerade ist. Selbstannahme bedeutet, aufzuhören, sich ständig zu vergleichen und zu glauben, man sei falsch. Jede Prägung, jede Eigenschaft, jede Identifikation, alles was jetzt gerade ist und uns momentan ausmacht, IST.
Jeder weitere Schritt der folgt, um die Einbahnstrasse verlassen zu können und eine gewisse Neutralität wieder herzustellen, um in die Welt der Möglichkeiten einzutauchen, basiert auf der kompromisslosen Selbstannahme, Selbstfürsoge und Selbsakzeptanz!

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