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von Lilian Runge

Falscher Stolz oder Erkenntnis?

Solange wir von dem anderen erwarten, dass er nach, oder während eines Streites, oder einer Auseinandersetzung auf uns zu kommen soll, solange sind wir der Überzeugung, der andere habe uns etwas getan, bzw. "sei Schuld". Wenn wir aber erkennen, dass das, was uns da "passiert" ist, ausschließlich mit uns selbst zu tun hat, d. h. dass es unsere eigene Kreation ist und wir dafür die volle Verantwortung übernehmen, machen wir uns nicht klein, wenn wir nach einem Streit auf den anderen zu gehen, wir vergeben uns mit diesem Schritt nichts! Noch deutlicher wird dies, wenn wir ganz ehrlich und tief in uns hinein spüren, und uns selber fragen, ob da ein innerer Wunsch, das Gefühl und die Überzeugung sind, dass wir den anderen als Freund, Bekannten, oder Partner behalten wollen und ob wir ihn nach wie vor und unverändert schätzen. Wenn ja, dann verlieren wir gewiß nichts, wenn wir wieder auf ihn zu gehen - ganz im Gegenteil: Wir gewinnen, wir werden stärker und wir wachsen! Kommentare

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von Lilian Runge

Herzensangelegenheiten

Für all diejenigen, die offen sind für den Gedanken, dass Symptome und Erkrankungen einen tieferen Sinn haben, wirkliche Ursachen nicht im Außen zu finden sind (z. B. bei Bakterien, Vieren usw.), sondern dass ein Symptom nur ein Zeichen für eine Störung selbst ist, hier einige Anregungen, um die Zusammenhänge und Muster hinter den Störungen zu erkennen: Heute zum Thema Herz: Was könnten die Worte "auf sein Herz hören" im größeren Kontext bedeuten? Wenn wir uns Redewendungen wie z. B. - Mir liegt etwas auf dem Herzen - Mir schlägt das Herz bis zum Hals - Man nimmt sich etwas zu Herzen - u. v. m. anschauen, wird deutlich, dass es immer um Emotionen geht. In den meisten Fällen sind es entweder ein Schreck, oder Angst, oder Freude, oder Liebe, die das Herz so bewegen, dass man es deutlich spürt. Gleichzeitig lehren uns Herzsymptome, dass es nicht nur den Verstand als Entscheidungsorgan gibt, sondern auch Entscheidungen des Herzens. Menschen, die ausschließlich auf ihren Verstand hören, werden durch Herzsymptome mehr oder weniger gezwungen, auch wieder auf ihr Herz zu hören. Andererseits geht es aber auch um die Themen des Lebensrhythmus und des Lebensdruckes. Warum? Das Herz versorgt mit seinem ganz eigenen Rhythmus und Druck unseren Körper mit Blut - unserem Lebenssaft. Es ist also ein Pulsgeber. Den Herzschlag nehmen wir immer nur dann richtig wahr, wenn uns etwas emotional berührt, oder aus der Bahn wirft: Wenn wir uns z. B. aufregen, erschrecken, freuen, ärgern, innerlich erstarren vor Angst, Ärger, oder Hilflosigkeit. Regen wir uns also täglich intensiv auf, ärgern uns, sind aufgebracht, o. ä. manifestieren sich die entsprechenden Symptome, denn der Körper drückt aus, was da ist. Somit ist das Signal, das uns Herzerkrankungen und -symptome senden deutlich und wir dürfen uns Fragen stellen wie z. B.: - Lebe ich wirlich den Rhythmus, der mir gut tut? - Ist der Druck den ich mir auflade und den ich glaube aushalten zu müssen wirklich der Druck, den der gut und richtig für mich ist (bzw. wo kann ich Druck in meinem Leben heraus nehmen)? - Treffe ich Entscheidungen nur aus dem Verstand heraus, oder höre ich auch auf mein Herz? - Lasse ich meine Emotionen zu und geben ihnen den Raum, den sie brauchen? Kommentare

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von Lilian Runge

Prävention - ganzheitliche Gesundheit

Der Begriff Prävention (lat. prävenire = zuvorkommen) hat im allgemeinen Sprachgebrauch das Wort Prophylaxe (griech. prophylaxis = Vorbeugung) überwiegend verdrängt. Aufgabe und Ziel der Prävention sind im gesundheitlichen Bereich vor allem: - Belastungen zu senken - Krankheiten noch vor ihrer Entstehung zu verhindern. Unser Gewinn: Abgesehen von einer Entlastung unseres maroden Gesundheitssystems erhalten wir dadurch eine deutlich verbesserte Lebensqualität! Ganzheitlich gesehen spielen der Aspekt der Prävention, sowie die Lebensqualität noch mal eine übergreifende und viel tiefere Rolle! Wie läßt sich nun aber der Gedanke, Krankheiten vorbeugen zu können, mit der Sichtweise, dass hinter jeder Erkrankung ein tieferer Sinn steht, in Verbindung bringen? Ganz einfach: In dem Augenblick, in dem wir aufstehen und uns bewußt entscheiden, Verantwortung für uns, unser Leben, unseren Körper, unsere Gesundheit zu übernehmen und etwas dafür aus Eigenmotivation zu tun, gehen wir den ersten Schritt in Richtung Selbstverantwortung! Selbstverantwortung ist das Gegenteil davon, zu glauben, da draußen gäbe es irgend etwas, oder irgend jemanden, der verantwortlich ist, oder "Schuld hat", an dem eigenen Zustand und Befinden. Selbstverantwortung ist also ein großer Schritt Richtung Heilung! Und wenn wir z. B. beginnen, uns dafür zu entscheiden, uns gesund zu ernähren, und uns sogar professionelle Beratung suchen, die uns ganz individuell einen auf uns zugeschnitten Plan erstellt, was wir benötigen....... Genau da entsteht dann auch Raum für den Gedanken: "Wenn ich dafür sorge, mich gesünder zu ernähren, Zeit und Geld dafür aufwende - also Verantwortung für diese Bereiche meines Lebens übernehme - dann ist es doch auch sehr naheliegend, eine ebensolche Verantwortung für meine Gedanken (die ständig in meinem Kopf kreisen) zu übernehmen, wie auch mein tägliches Handeln in allen Bereichen zu überprüfen, in mich hinein zu lauschen ("Hej, bin ich eigentlich tief in mir glücklich, oder möche ich am liebsten das Leben eines anderen Menschen leben...?")". Warum ist das naheliegend? Weil unsere Gesundheit nicht ausschließlich von unserer Ernährung abhängt! Und hier schließt sich der Kreis: Ja, hinter einem körperlichen Symptom steht eine tiefere Bedeutung! Und da wir hier als Mensch auf der Erde sowohl aus grobstofflichen, wie auch aus feinstofflicheren Anteilen bestehen, macht es Sinn, Prävention im Grobstofflichen (gesunde Nahrung, gutes Wasser, Entgiftung, Bewegung u. v. m.) ebenso zu betreiben, wie die Prävention im Feinstofflichen (Gedankenhygiene, Achtsamkeit, im JETZT leben, usw.). Wie gesagt, hier schließt sich der Kreis, denn ganzheitlich gesund werden wir dann, wenn wir alle Aspekte unseres Lebens eigenverantwortlich einbeziehen und entsprechend behandeln. Kommentare

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von Lilian Runge

Illusion

"Daß man dem Ziel näher kommt, merkt man daran, daß es immer ferner rückt. Bis man begreift, daß der Weg selbst das Ziel ist, das heißt eine Verfassung, die das Weiterschreiten garantiert, das nie endende und eben darin ewig schöpferisch-erlösende Stirb und Werde. Karlfried Graf Dürckheim, Vom doppelten Ursprung des Menschen" Kommentare

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von Lilian Runge

Streit - Begegnung - Bei sich bleiben

Streit und Auseinandersetzungen zählen zu den Dingen, die wir in den allermeisten Situationen als äußerst unangenehm empfinden. Schauen wir uns ein wenig konkreter an, was da eigentlich genau passiert: Wir fühlen uns z. B. ungerecht behandelt, mißverstanden, abgelehnt, angegriffen, oder ähnliches von einem Gegenüber und es entstehen unangenehme Gefühle. Wir wollen das nicht auf uns sitzen lassen und "schlagen zurück", indem wir uns nicht nur verteidigen, sondern versuchen, den anderen mindestens ebenso zu treffen und zu verletzen. Im Grunde ist es wie ein Ballspiel: Ist der Ball bei mir gelandet (z. B. Angriff), schieße ich ihn zurück (z. B. Gegenangriff) usw. So geht das hin und her. Ein vermeintliches Spiel aus Macht und Ohnmacht. Schaffen wir es, in dem Moment bevor das "Ballspiel" losgeht zu schauen, und sind ganz ehrlich mit uns, dann erkennen wir, dass der Angriff mit dem Gegenüber reichlich wenig zu tun hat, denn das Thema, das hinter den nun in den Vordergrund tretenden Gefühlen in Wirklichkeit steht, war schon vorher da. Das Gegenüber macht uns das - momentan schmerzhafte - Geschenk, dass wir jetzt die Chance haben, hinzuschauen und zu klären, was denn da eigentlich bei uns los ist. In den meisten Fällen aber laufen diese Vorgänge so schnell und unbewußt ab, dass wir uns innerhalb von einem Bruchteil von Sekunden mitten im Desaster befinden. Um aus diesem Hamsterrad heraus zu kommen, gibt es vor allem eines: Üben! Üben, aufmerksam zu sein. Üben, in sich hinein zu spüren. Üben, ehrlich zu sich selbst zu sein. Üben, liebevoll mit sich selbst zu sein. Und: Üben, bei sich zu bleiben! Bei sich bleiben - Selbstverantwortung - ist auch ein interessanter Aspekt, wenn wir uns anschauen was passiert, wenn wir sauer auf jemanden sind und es ausschließlich "nötig haben" zu gucken, was der andere (der vermeintlich Böse, der "Täter") alles macht und sagt, und wenn wir nun jedem, der uns begegnet, darüber berichten müssen. Was tun wir da?? Wir tun alles dafür, weit weg von uns selbst, unseren Gefühlen und unserer Wahrheit zu sein und zu bleiben. Wir halten alle unangenehmen Gefühle mit dieser Methode weit von uns weg, indem wir den Fokus auf den anderen richten - zumindest versuchen wir es. Auch hier gilt: Wenn wir selbstverantwortlicher werden wollen und mehr Erfüllung im Leben erfahren wollen, müssen wir jetzt (!) anfangen zu üben bei uns zu bleiben! Das nächste Mal, wenn wir uns dabei erwischen, wieder mal nur zu schauen, was der andere alles tut und wir meinen über ihn reden und uns bei anderen über ihn beschweren zu müssen, können wir uns selbst einfach einmal unterbrechen und uns sagen: "Hej, es geht gar nicht um ihn, er ist mein Spiegel, er löst etwas in mir aus (bzw. rüttelt etwas wach, was schon vorher da war und vielleicht nur geschlummert hat), mehr aber nicht. Was ist eigentlich in Wirklichkeit in mir los?!?" Auch der Irrglaube, der andere könne uns etwas geben, könne etwas dafür tun, dass wir uns besser fühlen, gehört in dieses Schema: Ich richte den Fokus weit weg von mir - wo die eigentliche Ursache des Problems, aber auch die Lösung ist - auf den anderen. Der andere kann nichts für mich tun, das kann nur ich selbst! Ähnliches gilt übrigens für Situationen, in denen wir es "nötig haben", uns selber größer zu machen, indem wir über andere schlecht reden- egal, ob in einem Streit, oder aus anderen Gründen und egal, ob wir ihm das nun ins Gesicht sagen, oder es in seiner Abwesenheit vor anderen tun: Wir machen den anderen klein, um uns selber besser und größer zu fühlen. Sollten wir uns dabei erwischen, dürfen wir uns schlicht und einfach fragen: "Habe ich das wirklich nötig?" Die meisten von uns sind es gewohnt, viel über andere zu reden und über andere nachzudenken. Üben wir uns also in Zukunft bei jeder Gelegenheit darin, den Bogen wieder zu uns selber zu schlagen. Denn so kommen wir uns allmählich näher. Schritt für Schrit

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von Lilian Runge

Konkurrenz oder Chance

Wenn Du davon ausgehst, dass Du Dir - nehmen wir Deine Beziehung (Partnerschaft) oder Nichtbeziehung als Beispiel - im Außen das kreierst, was Du in Deinem Inneren trägst, sprich: Deine vorhandene, oder nichtvorhandene Partnerschaft ein Spiegel eines Deiner inneren Aspekte ist, wie Du mit Dir selbst umgehst und wie Du über Dich denkst, dann kommst Du in recht kurzer Zeit zu einem Ergebnis. Und dieses Ergebnis hat NICHTS mit dem vermeintlich "anderen" zu tun, sondern ausschließlich mit uns selbst, wie wir über uns denken und wie wir mit uns selbst umgehen. Und letztendlich führt genau DAS uns zur (Er-)Lösung: Dort, wo das Problem ist (der Konflikt, das ungute Gefühl, der "blöde Andere", die Erkrankung, ....), genau DORT ist die Lösung. Das ist vordergründig "unbequem", aber nachhaltig und mit Weitsicht betrachtet sehr erfüllend. Wir kommen zu der Erkenntnis, dass Achtsamkeit und Demut unserer inneren Sehnsucht mehr dienen, als Prestige, Ansehen, äußerer Erfolg und Coolness. Wenn uns ein anderer Mensch anregt, neidisch auf seinen Erfolg zu sein, können wir das in zweierlei Varianten sehen: a) Wir verbittern im Neid, erstarren in dem Gedanken, genau das niemals so zu (er-)schaffen wie er, fühlen uns wie jemand, der immer ins "Nichts" faßt, bleiben dort stehen und kreieren uns genau das täglich neu. Oder: b) Wir sehen diesen "erfolgreichen Anderen" als "innere Führung", als "Ruf", der uns dorthin führt, wo unsere Sehnsucht und eigentliche Erfüllung ist. Der uns motiviert, Hürden zu nehmen, die wir sonst nicht nehmen würden, der uns eine stabile Richtung gibt, die innere Bilder für neue Visionen entstehen läßt, die ohne ihn nicht entstanden wären........ Wir kreieren diese Person, die uns etwas spiegelt, präsentiert, vormacht, um uns selber auf die Probe zu stellen: Verharre ich (Neid, Trotz, Stillstand, Resignation, Abwendung vom Leben u. v. m.), oder sehe ich es als Richtungsvorgabe und Herausforderung: Dort sehne ich mich hin. Klarheit in dem, was man in seinem Leben möchte, oder nicht möchte. Nochmals: Durch diese andere Person entstehen Bilder für Visionen in uns, die ohne diesen (ungemütlichen) Anderen nicht entstanden wären - WENN wir es als Chance sehen, und nicht als herunterziehende Reduzierung unserer selbst. Und es spielt hierbei keine Rolle, ob es sich um unseren Partner, unseren Chef, unsere Freundin, Nachbarn, Kollegen, oder wen auch immer handelt. Wir haben es selbst in der Hand: verharren, oder weitergehen. Resignation, oder Chance! Kommentare

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von Lilian Runge

Heilende Berührung

Nähe Nichts macht uns mehr Mut, nichts gibt uns mehr Nähe, und nichts hat einen stärkeren Zauber, als eine sanfte Berührung. Jochen Mariss Schauen wir uns in unserer Gesellschaft um, so können wir schnell den Glauben entwickeln, dass Nähe, Berührung und die damit verbundenen Themen (komme ich noch drauf) weder mit Tabus belegt sind, noch dass es daran einen Mangel gibt. Ob es nun die Bilder in den Medien und in der Werbung sind, oder Begrüßungsrituale wie "rechts und links ein Küßchen auf die Wange". Doch das täuscht und ist alles nur Oberfläche. Wirkliche Nähe ist in unserer Schnelllebigkeit selten geworden und die Form von Berührung die ich meine - nämlich eine bedingungslose, die inneren Halt gibt, die uns uns selber wieder spüren läßt, bei der wir uns getragen fühlen, auftanken können, die nährend und / oder reinigend sein kann - ist nicht selbstverständlich. Sicherlich: Vor 100 Jahren ging es in Deutschland noch wesentlich berührungsfeindlicher zu, da war das Kuscheln zwischen Eltern und Kind nicht Standart und es gab diesbezüglich strenge Sitten und Bräuche. Was ich jedoch sagen möchte ist, dass wir in einer Zeit leben, in der die Voraussetzungen für diese wertvolle und heilsame Form der Begegnung zwischen uns Menschen eigentlich gegeben sind, sie aber viel zu wenig genutzt wird. Gründe dafür sind u. a. der vermeintliche Zeitmangel und Ersatzbefriedigung aus dem Konsumverhalten. Ein kleines Beispiel dafür, wie kleinste Gesten heilsam wirken können: Wenn früher der kleine Bub krank war und der Landarzt (der noch Zeit hatte) bei ihm am Bett saß, wirkte es nicht selten Wunder, wenn der Doktor ihm zum Abschied liebevoll über den Kopf strich. Viele Experimente beweisen, dass Säuglinge liebevolle Berührung brauchen, um sich körperlich und geistig gesund entwickeln zu können. Und das hört bei uns Erwachsenen nicht auf, auch wir brauchen Berührung. Und wie erfüllend und heilsam das sein kann, hat sicherlich jeder in der ein oder anderen Art schon einmal erlebt. Ohne Berührung können wir uns nicht spüren. Berührung definiert unsere Grenzen. Ohne Berührung bleibt das Gefühl für die eigene Oberfläche sehr verschwommen - es gibt kein Selbstgefühl. Was können wir also tun? Wir können in unserer Beziehung, Familie und im Freundeskreis auf achtsame und liebevolle Begegnung achten. Und manchmal tut es auch gut, sich ganz bewußt eine gute Massage zu gönnen. Kommentare

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von Lilian Runge

Loslassen, Vision, Wünsche, Vertrauen

Was bedeutet es, ein Thema, das an uns nagt, uns permanent beschäftigt, uns nicht in Ruhe und nicht schlafen läßt wirklich los zu lassen? Mit loslassen meine ich etwas anderes als verdrängen - vielleicht so etwas wie "in Frieden kommen" und "sich befreit fühlen". Denn wenn uns etwas belastet, ist es oft so, dass wir tun und lassen können, was wir wollen, ständig drängen sich wieder diese unangenehmen Gefühle und Gedanken in den Vordergrund, die nicht selten unser Handeln steuern, abgesehen von der immer tiefer sinkenden Stimmung. So ein nagendes Thema kann alle Lebensbereiche betreffen. Familie, Beziehung, Arbeitsstelle, Freundeskreis...... Wirklich loslassen bedeutet, nicht doch hier und da zu kontrollieren und zu provozieren, wie es das Universum für uns vorgesehen haben könnte. Sondern innerlich den Samen "Vertrauen" zu säen, ihn sprießen zu sehen und ihn im Heranwachsen glücklich annehmen zu können. Wann kann uns eine solche Situation betreffen? Wenn wir Entscheidungen treffen müssen, wenn wir besonders große Erwartungen an etwas / jemanden haben, wenn wir glauben, etwas falsch gemacht zu haben....... Wie können wir dahin kommen, wirklich los zulassen? Nunja. Das erste ist hin zuschauen, was wir gerade denken, fühlen und tun (und sich nicht dafür zu verurteilen). Unser Verstand / Kopf gibt uns immerzu Impulse, die uns davon überzeugen, dass es einzig und allein richtig sei, ihm zu folgen, weil er angeblich die Autorität sei. Oftmals sind wir auch der Überzeugung "ich bin mein Verstand". Wenn wir einfach mal nur beobachten was wir denken (was es in uns denkt), beobachten wir auch, wie wir daraufhin handeln, bzw. welche Gefühle dies in uns verursacht, die uns zum handeln bringen. Wenn wir aber genau an dieser Stelle liebevoll "stopp" sagen - innerlich - und den Ablauf, der nun automatisch ablaufen würde, hier unterbrechen, indem wir uns dem hingeben (den Gefühlen die sein wollen, z. B. Angst) und den Mut haben, einfach mal zu vertrauen, dass das Richtige kommen und passieren wird und gleichzeitig der Frage Raum schenken "wie wäre denn mein Ideal vom Ausgang dieser Geschichte (mein Wunsch, meine Vision)?" und mit aller Kraft Bilder und vor allem Gefühle dazu entstehen lassen - ja, sich dieses wirklich mal zu trauen, denn wir sind da oft so gebremst - dann kommen wir dem wirklichen Loslassen, unseren Visionen, die verbunden sind mit unseren tiefsten Wünschen und unserem Herzensweg immer näher. Unsere Erwartungen werden kleiner und können nicht mehr so enttäuscht werden. Die Dinge fühlen sich leichter an und unser Weg gestaltet sich im Gehen vor uns. Was nicht bedeutet, dass es immer leicht und lustig ist, aber bei jedem Schritt ist unsere Vision und ein Vertrauen unser Begleiter, die uns, je größer sie werden, ein immer stärkeres Gefühl von innerem Frieden schenken. Und irgendwann stellen wir fest, dass wirkliches loslassen nichts mehr ist, was wir "tun", sondern dass es ganz schlicht ein Zustand ist. Kommentare

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von Lilian Runge

Das Schauen mit dem Herzen & der Geist von Heilpflanzen

Legen wir unseren Fokus nur auf äußere Sinneseindrücke und den Verstand, erkennen wir zwar die Gesetze der Materie, nicht aber die des Lebens. Und da wir in der Dualität leben und zum Polarisieren neigen, passiert es oft, dass wir, wenn wir früher auf das Materielle ausgerichtet waren, nun aber eine Ahnung vom Geistigen bekommen haben, ab jetzt unseren Schwerpunkt auf das Immaterielle legen und alles Materielle als minderwertig ansehen. Aber als Mensch sind wir nun einmal Erdenwesen und wir haben die Aufgabe und die Fähigkeit in äußeren Erscheinungen die dahinter liegenden, nennen wir es "geistigen Gesetze", zu erkennen. Dieses "dahinter schauen" können wir auch als ein "mit dem Herzen schauen" bezeichnen. Und wenn wir mit dem Herzen schauen erkennen wir, dass alle äußeren Erscheinungen von inneren Gesetzen sehr weise geleitet werden. "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."de Saint-Exupéry Und genau an dieser Stelle möchte ich die Brücke schlagen zu der Wirkung von Heilpflanzen, Spagyrika, Homöopathie usw. Wir können ein Heilmittel rein von der Seite her sehen, dass es möglichst schnell unser Symptom weg macht, z. B.: Da ist an unserem Körper ein Ausschlag und das Mittel hat bestimmte nachweisliche Inhaltsstoffe, die das weg machen. Oder wir lassen uns einfach mal auf die Faszination des Lebens und lebender Organismen ein, vielleicht sogar ein Stück auf den Gedanken "hinter all diesen Wundern (denn unser Körper ist ebenso wie eine Pflanze ein Wunderwerk) muß es doch einen tieferen Sinn geben - und es gibt bis in unser heutiges Hightech-Zeitalter genügend Phänomene, die wir mit unserem Verstand nicht erklären können - und entwickeln die Idee, dass a) unser Symptom einen tieferen Sinn hat und b) eine Heilpflanze mehr ist, als was wir mit unseren Augen sehen und biologisch und chemisch nachweisen können. Auch Pflanzen haben einen geistigen Anteil, der in hochwertig, achtsam und mit dem Wissen um die Seele der Pflanze hergestellten Präparaten mit wirkt, wenn wir es einnehmen. Also noch einmal andersherum: Der geistige Anteil der Heilpflanze wirkt auf den seelischen Aspekt unseres Symptoms ein, bzw. auf unsere ganze seelische Ebene und dort kann im Inneren Heilung stattfinden, die die äußeren Symptome überflüssig macht. Kommentare

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von Lilian Runge

Authentisch sein

In einer wunderschönen Abendrunde während meiner Ayurveda-Ausbildung vor vielen Jahren saßen wir beisammen und die damalige Dozentin trug uns diese Worte vor, die mich bis heute berühren und begleiten: Glaubt nicht was ich sage, nur weil ich es sage. Glaubt nicht irgend etwas, nur weil die Mehrheit es glaubt oder verbreitet. Glaubt nicht an Dinge, nur weil sie geschrieben stehen. Glaubt nicht an Überliefertes nur weil es alt ist und Eure Vorfahren schon daran glaubten. Glaubt nicht an Thesen oder Meinungen, weil jemand es mit Überzeugung vorträgt, oder weil Ihr keine Gegenargumente findet. Glaubt nicht, nur weil es aus dem Munde Eurer Lehrer oder dem berühmter Leute kommt. Schenkt den Dingen Glauben und Eure eigene Überzeugung, die Ihr selbst verstehen und nachvollziehen könnt, und die Ihr für logisch, richtig und plausiel haltet. Dinge die Ihr selbst erfahren und ausprobiert habt und die Eurer eigenen inneren Wahrheit entspringen und entsprechen. Nur solches glaubt. Gotama Buddha Kommentare

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