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von Lilian Runge

Zum Nachdenken

Die Sonne tönt nach alter Weise In Brudersphären Wettgesang, Und ihre vorgeschriebne Reise Vollendet sie mit Donnergang. Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke, Wenn keiner sie ergründen mag; Die unbegreiflich hohen Werke Sind herrlich wie am ersten Tag. Und schnell und unbegreiflich schnelle Dreht sich umher der Erde Pracht; Es wechselt Paradieseshelle Mit tiefer, schauervoller Nacht; Es schäumt das Meer in breiten Flüssen Am tiefen Grund der Felsen auf, Und Fels und Meer wird fortgerissen In ewig-schnellem Sphärenlauf Und Stürme brausen um die Wette Vom Meer aufs Land, vom Land aufs Meer, und bilden wütend eine Kette Der tiefsten Wirkung ringsumher. Da flammt ein blitzendes Verheeren dem Pfade vor des Donnerschlags; Doch deine Boten, Herr, verehren Das sanfte Wandeln deines Tags. Der Anblick gibt den Engeln Stärke, Da keiner dich ergründen mag, Und alle deine hohen Werke Sind herrlich wie am ersten Tag. GOETHE, Faust I, Prolog im Himmel Im Zusammenhang mit den immer wieder aktuellen Sonnenstürmen unserer momentanen Zeit: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,746027,00.html Kommentare

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von Lilian Runge

Die Wirkung von Worten

Manchmal bekommen wir etwas gesagt, was uns völlig aus der Bahn wirft. Besondere Wirkung auf uns haben Worte von Ärzten, Therapeuten und vom Partner. Wenn uns beispielsweise ein Arzt eine Diagnose mitteilt, laufen die meisten von uns augenblicklich mit dem inneren Gefühl „ich bin krank, ich habe…, ich bin schwach, bin nicht mehr normal, usw.“ herum. Was macht das mit uns? Es zieht uns energetisch runter, unsere Gedanken kreisen. Aber meistens kreisen sie nicht lösungsorientiert, sondern besorgt. Und das zieht unserem Körper die Kraft ab, die er gut für seinen Heilungsprozess bräuchte. Das Selbe passiert, wenn uns von einer nahe stehenden, oder wichtigen Person in unserem Leben – beispielsweise dem Partner, oder dem Chef – etwas verletzendes, oder abwertendes gesagt wird. Schlagartig verändert sich unser Körpergefühl. Manchmal reißt es uns geradezu den Boden unter den Füßen weg, manchmal reagieren wir hilflos, oder wütend, oder maßlos traurig. Was wir in solchen Momenten vergessen ist folgendes: Worte können heilen, sie können aber auch zerstören. Das steht außer Frage. Allerdings sind wir nicht machtlos den Worten anderer ausgesetzt, denn wir bekommen nichts umsonst gesagt, es ist lediglich ein Spiegel von dem, was wir in uns tragen. Darum ist es wertvoll, achtsam zu sein. Achtsam sein, wenn uns etwas gesagt wird, was uns trifft und berührt, und zu üben – bevor wir blind darauf reagieren – zu spüren, und zu beobachten, was das mit uns macht, wie es sich im Körper anfühlt, diese Gefühle anzunehmen und uns bewusst zu machen, dass nicht der andere, der uns das sagt, etwas mit uns macht, sondern unsere eigene innere Reaktion darauf (Gedanken, Gefühle, Handlungen…). Das bedeutet, ein Teil von uns geht mit diesen Worten in Resonanz, es wird uns gesagt, damit wir die Chance bekommen, etwas zu lernen und daran zu wachsen. Es ist also eine klare Herausforderung an uns, immer wieder bei uns selbst hinzuschauen, anstatt im „bösen“ Gegenüber die vermeintliche Schuld zu suchen. Das gilt für eine erhaltene Kritik ebenso, wie für eine Diagnose. Im Fall einer Diagnose ist es für unseren Verstand meistens unendlich schwer zu akzeptieren, dass diese Erkrankung etwas mit uns zu tun hat und einen Sinn haben soll. Hinter unseren Reaktionen auf die Worte, die wir gesagt bekommen, verstecken sich oftmals unbewusste und eingefahrene Glaubenssätze, wenn wir genau hinschauen. Wenn wir diese erkennen und transformieren, gelingen uns nicht nur Begegnungen und Kommunikation besser, nein, es lösen sich nicht selten Probleme in unserem Leben, die wir schon ewig mit uns herum tragen und die Sicht wird frei auf die Dinge und Visionen, die wirklich gelebt werden wollen. Genau an dieser Stelle wird deutlich, warum die Worte, die wir gesagt bekommen – mögen sie auch noch so unangenehm sein - eine echte Chance sind! Kommentare

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von Lilian Runge

HERZLICH WILLKOMMEN

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von Lilian Runge

Krankheit & Selbstverantwortung

Gehen wir einmal davon aus, dass es in der Evolution schon immer darum ging, den bestmöglichen Weg für das Leben und für die Lebewesen zu finden. Das bedeutet, dass alle (!) Prozesse, die geschehen, niemals einfach so aus irgendeiner Böswilligkeit heraus stattfinden. Werden wir also krank, steht dahinter ein Bestreben der Natur, uns eine Entwicklungschance zu geben, einen Konflikt zu lösen, um beispielsweise eine neue Sichtweise zu bekommen, oder einen neuen Lebensweg einzuschlagen, oder, oder, oder..... Manchmal sind es kleinere Dinge, die gesehen und verändert werden wollen, manchmal aber auch ganz gravierende. Bewusst wird es uns dann ganz besonders, wenn wir Geschichten hören von Menschen, die todkrank waren und die sich z. B. einen Lebenstraum erfüllen in Form einer großen Reise und die dann geheilt zurück kehren. An dieser Stelle dürfen wir uns die Frage stellen: Sind wir immer erst dann bereit, etwas in unserem Leben zu verändern, wenn es hart auf hart kommt und wir durch die Umstände, wie z. B. eine schwere Erkrankung, dazu gezwungen werden? Sind wir es uns nicht wert (ist es das Leben nicht wert), dass wir immer, in jedem Moment gut für uns sorgen - gute Nahrung, Auszeiten, Natur, Achtsamkeit, Begegnung mit sich selbst, Meditation, Yoga...... - gerade auch dann, wenn es uns gut geht, um dieses Geschenk zu erhalten, und nicht erst in dem Augenblick, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist? Vorsorgen ist wesentlich leichter, als reparieren! Die meisten von uns wachsen mit diesem Denken auf: "Krankheit ist überflüssig, ein sinnloses Übel und wir brauchen einen Arzt, der uns gesund macht." Wir sind es gewohnt, so zu denken und zu handeln und die Verantwortung für uns und unseren Körper abzugeben, uns als Opfer zu sehen und unsere Symptome und Erkrankungen weg zu drücken. Bei all dem vergessen wir aber, dass wir nur Freude verspüren und erleben, weil wir auch Schmerz und Enttäuschung erfahren, wir nur deshalb Wärme wahrnehmen, weil wir auch Kälte kennen. Und ebenso ist es mit Gesundheit und Krankheit. Wir leben in der Dualität. Wären wir immer gesund, könnten wir diesen Zustand nicht schätzen und genießen. Manchmal kommt es vor, dass wir sehr plötzlich die Nase voll haben von etwas - im wahrsten Sinne des Wortes - und daraufhin kurzfristig über Nacht einen starken Schnupfen, oder eine Erkältung bekommen. Ich habe schon Menschen erlebt, die schnell erkannten, was sie so verärgert hat und wie sie in Zukunft in solchen Situationen besser mit sich umgehen können. Und genauso schnell wie der Schnupfen entstand, war er nach dieser Erkenntnis auch wieder verschwunden. Bei schweren chronischen Erkrankungen ist es oft so, dass wir über einen langen Zeitraum etwas ertragen haben - meist unbewusst - oder mit uns selbst nicht achtsam umgegangen sind und während dieser Zeit haben bereits Prozesse im Körper begonnen, die uns auf Dauer krank machen, bis zu dem Zeitpunkt, bis wirklich nichts mehr geht. Ebenso lange, wie der Körper gebraucht hat, um so krank zu werden, bedarf es oftmals auch an der Geduld, bis er wieder ganz gesund ist. Vorausgesetzt man entscheidet sich nicht für den Weg der Unterdrückung, sondern den Weg der Klärung, den Weg mit unserer Natur mit unserem Lebensrhythmus und mit dem Gehen in die Selbstverantwortung. Wenn wir dieses "andere" Denken über Krankheiten nur einfach mal an uns heran lassen und in uns ein Keim erwächst, Selbstverantwortung für uns und unser Leben zu übernehmen, bekommen wir nicht nur ein Gespür dafür, dass wir vielmehr "die Fäden in der Hand halten", als wir immer dachten, wir beginnen auch, ein ganz anderes Vertrauen in das Leben zu bekommen. "Das Leben bietet einem immer die Erfahrung, die für die Evolution des Bewusstseins am hilfreichsten ist". Eckhart Tolle Kommentare

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